Nachhaltiger Konsum

Das Thema "Nachhaltiger Konsum" wurde bei der 1. Rio-Konference ("Erdgipfel") im Jahr 1992 als Teil der Agenda 21 eingeführt, dort unter dem Begriff "Verbrauchsmuster" (consumption patterns), um das sehr kontroverse Thema der absoluten Verbrauchsmenge zu vermeiden.

Seitdem wurde zwar viel dazu geforscht und Politiken entwickelt, aber kaum etwas umgesetzt. Erst im Zuge der Vorbereitung zur Rio+20 Konferenz erlangte das Thema der Nachhaltigen Konsum-Niveaus explizite Beachtung und es wurde - ähnlich den UN Millennium Development Goals - ein Vorschlag für "Millennium Consumption Goals" formuliert.

Obwohl der Rio+20-Gipfel dazu nichts Konkretes bschlossen hat, wird das Thema bleiben, da “grünes Wachstum” ökologische und soziale Leitplanken erfordert, um die planetaren Schranken nicht zu überschreiten. Die weitere Diskussion nach Rio+20 betrifft nun Nachhaltige Entwicklungs-Ziele (Sustainable Development Goals).

Daher wird Forschung zu nachhaltigem Konsum ein Kernthema für IINAS in Zusammenarbeit mit seinen Partnern sein. Wie schon im EUPOPP Projekt gezeigt, ist die Integration von Angebots- und Nachfrageseite, Politikanalyse und Stoffstrom- sowie Szenario-Ansätzen ein vielversprechendes Werkzeug in der weiteren Debatte.

IINAS wird entsprechende Möglichkeiten zu dahingehenden Arbeiten in der nahen Zukunft verfolgen, insbesondere zur Ernährung und mit Betonung auf die Einbeziehung von Betroffenen, sozialen Innovateuren, und Intermediären.