Transdisziplinarität

Transdisziplinarität beschreibt Forschung, die nicht nur interdisziplinär erfolgt, sondern aktiv die Sichtweisen und Perspektiven von Betroffenen in die Formulierung von Fragen und ihre Bearbeitung einbezieht und insbesondere auf die Umsetzung der Ergebnisse zielt.

Vereinfacht ausgedrückt meint dies "angrwandte Forschung mit Beteiligung von Betroffenen" und ist ein Grundprinzip der Arbeit von IINAS.

Transdisziplinarität orientiert sich an der Integration vieler disziplinärer Hintergründe und Ansichten zur "Wirklichkeit", wie sie Betroffene ausdrücken. Dieser zeitaufwändige Ansatz erfordert intensive Nutzung moderner Methode zur Kommunikation und Interaktion sowie (externe) Moderation und (Selbst-)Reflektion, um den Prozess zu steuern.

In Europa und der internationalen Forschungslandschaft muss sich Transdisziplinarität der Herausforderung durch die Vielzahl von Betroffenen an unterschiedlichen Orten, die Vielfalt kultureller Hintergründe und den Sprachbarrieren stellen. Dennoch verspricht der Ansatz, bei der Überbrückung der "Wissenschaft-Politik-Lücke" zu helfen, die als ein Kernproblem des 21. Jahrhunderts in der UNEP-Studie 21 Issues for the 21st Century - Results of the UNEP Foresight Process on Emerging Environmental Issues (Alcamo J, Leonard S - eds., Nairobi 2012) identifiziert wurde.